German Vibe Code Awards 2026: Josef Kujawski gewinnt zwei Preise
Best Solo und Publikumspreis: Josef Kujawski von Maluure überzeugt bei den German Vibe Code Awards 2026 mit der in fünf Stunden entwickelten Marke dodomino.

Ein Briefing, fünf Stunden und am Ende zwei Trophäen: Josef Kujawski, Mitgründer und Geschäftsführer der Kölner Maluure GmbH, hat bei den German Vibe Code Awards 2026 die Auszeichnung Best Solo und den Publikumspreis gewonnen. Das berichtet Maluure im eigenen Rückblick auf den Wettbewerb am 5. November in der Flora Köln. Damit überzeugte sein Projekt sowohl die Fachjury in der Solo-Kategorie als auch das Publikum vor Ort.
Seine Wettbewerbsarbeit trägt den Namen dodomino. Dahinter steckt eine Markenidee rund um die Rückkehr ausgestorbener Tierarten und die Wiederbelebung von Landschaften, entstanden aus einer fiktiven Aufgabenstellung. Für die Kölner Kreativwirtschaft zeigt der Abend anschaulich, wie sich Markenentwicklung, Gestaltung und KI-gestützte Umsetzung in einem Live-Format verbinden lassen.
Ein unbekanntes Briefing und fünf Stunden Zeit
Der Brand Sprint war das Herzstück der German Vibe Code Awards: zwölf Startplätze für Einzelpersonen und Teams, ein gemeinsames, zuvor unbekanntes Briefing und fünf Stunden Zeit, um daraus eine Idee, eine Markenwelt und eine Landingpage zu entwickeln. Der Veranstalter beschreibt das Format als Begegnung von Designern, Vibe Codern, Agenturen und Teams mit unterschiedlichen Stärken. Über das angekündigte Programm hatten wir bereits in unserem ersten Beitrag zu den Vibe Code Awards berichtet.
Nach Maluures Rückblick bestand die konkrete Aufgabe aus einem gut zweiminütigen Briefing-Film. Darin schilderte eine fiktive Gründerin aus dem Jahr 2040 ihr Vorhaben: ausgestorbene Tierarten gezielt in Landschaften zurückbringen, in denen sie für das ökologische Zusammenspiel fehlen. Unterstützer mit Geld, Land und Wissen waren im Szenario bereits vorhanden. Was fehlte, war die Marke.
Aus dieser Vorgabe sollten ein Name, ein vollständiges Brand Design und eine entwickelte Website entstehen. Für die anschließende Präsentation blieben laut Maluure vier Minuten. Das machte den Wettbewerb zu mehr als einer Tool-Demonstration: Eine Idee musste nicht nur gebaut, sondern auch verständlich vermittelt werden.
dodomino: Eine Markenidee, die Leben ins Rollen bringt
Kujawskis Antwort verbindet den Dodo als Sinnbild ausgestorbener Arten mit dem Dominoeffekt. Die Idee dahinter: Wenn eine Art zurückkehrt, kann sie weitere Veränderungen in einer Landschaft anstoßen. Aus diesem Gedanken entwickelte er den Namen dodomino und die Leitidee „Bring Leben ins Rollen“.
Zur Wettbewerbsarbeit gehören nach Angaben von Maluure eine eigene Markenwelt und eine Spenden-Website mit Landschaftsgeschichten, einer Erklärung der Mission und Möglichkeiten zum Mitmachen. Die Arbeit ist unter dodomino.org verlinkt. Sie entstand für das fiktive Wettbewerbsbriefing und ist hier als Konzept zu verstehen, nicht als Nachweis eines realen Artenschutz- oder Spendenprogramms.

Das Projekt veranschaulicht die Verbindung von Idee und Umsetzung: Der Name gibt die Richtung vor, Gestaltung und Texte greifen sie auf, die Website macht daraus ein digitales Erlebnis. Gerade für Unternehmer ist das interessant, weil ein sichtbares Konzept Gespräche über eine Marke oder ein neues Angebot konkreter machen kann als eine reine Beschreibung.
Best Solo und Publikumspreis
Bei den Awards waren vier Auszeichnungen vorgesehen: Best Solo, Best Team und Grand Prix durch die Jury sowie People’s Choice durch das Publikum. Maluure meldet für Kujawski den Sieg in der Solo-Kategorie und den Publikumspreis. Es handelt sich also um zwei unterschiedliche Auszeichnungen, nicht um die Behauptung eines Grand-Prix-Siegs.
Zur angekündigten Fachjury gehörten Nina Schörner, Jonas Arleth, Fateh Khodamoradi, Christian Schmitt, Garvin Hirt und Initiator Farzan Borhanazad. Für die Teilnehmenden trafen damit unterschiedliche Perspektiven auf Gestaltung, Marke, Storytelling und technische Umsetzung zusammen.

Ein Teilnehmerfeld aus Agenturen, Studios und Technologieunternehmen
Im Maluure-Rückblick werden unter anderem die Bechtle Group aus Sankt Augustin, Konstantin Nowotny von 65 Creative aus Berlin, Alexander Blancke von Steadymade.ai aus Hamburg und Kilian Liebich von Liebich Studio aus Nürnberg als Mitbewerber genannt. Das ist eine beispielhafte Auswahl aus dem Teilnehmerfeld, keine vollständige Liste.
Kujawski würdigt diese Konkurrenz in seinem veröffentlichten Rückblick ausdrücklich. Besonders persönlich wird sein Blick auf den Veranstaltungsort:
Dass es ausgerechnet in Köln, in der Flora, geklappt hat, macht es für mich zu einem echten Heimspiel. – Josef Kujawski, Geschäftsführer Maluure GmbH, im Maluure-Rückblick
Der Abend verbindet damit einen Wettbewerb mit einem Treffpunkt für die Kreativ- und Technologieszene. Wenn Agenturen, Gestalter und Entwickler ihre Ergebnisse zeigen, entstehen konkrete Anlässe für Austausch: Wie wurde die Aufgabe interpretiert? Welche Entscheidungen haben die Marke geprägt? Und was lässt sich aus der Arbeitsweise in den eigenen Betrieb mitnehmen?
Kölner Agenturpraxis auf einer öffentlichen Bühne
Für die Maluure GmbH passt der Wettbewerb zur eigenen Arbeit an Marken und digitalen Angeboten. Die Agentur ist in Köln-Ehrenfeld ansässig und arbeitet mit KI-gestützten Werkzeugen an Websites und Anwendungen. Über ihre Zertifizierung als Lovable Partner haben wir bereits berichtet.
Der Doppelsieg ist für Kujawski ein persönlicher Erfolg und zugleich ein sichtbarer Moment für die Kölner Kreativwirtschaft. Der Brand Sprint macht dabei etwas greifbar, das im Gespräch über KI häufig abstrakt bleibt: Ein Werkzeug allein ist noch keine Marke. Entscheidend ist, welche Idee jemand daraus entwickelt und wie nachvollziehbar sie für andere wird.
Transparenz: Die Maluure GmbH ist Herausgeberin von Übernehmer. Josef Kujawski ist Geschäftsführer von Maluure und für dieses Magazin verantwortlich. Dieser Beitrag beruht auf dem Maluure-Rückblick und den offiziellen Veranstaltungsinformationen; die Angaben zum Doppelsieg und zur konkreten Wettbewerbsarbeit stammen von Maluure. Fotos und Projektvisualisierung wurden aus diesem Rückblick übernommen.
Rückblick auf den 5. November 2026. Ergebnis und Projektbeschreibung nach Angaben des Maluure-Blogbeitrags; Veranstaltungsformat und Jury nach offizieller Website. Maluure ist Herausgeberin von Übernehmer. Fotos: Maluure GmbH. dodomino ist eine Wettbewerbsarbeit zu einem fiktiven Briefing.
Quellen und Belege
- 1. Maluure: Josef Kujawski gewinnt Best Solo und Publikumspreis (öffnet in neuem Tab), Maluure GmbH (maluure.com)
- 2. German Vibe Code Awards 2026: Veranstaltung, Brand Sprint, Jury und Preise (öffnet in neuem Tab), German Vibe Code Awards (vibecodeawards.de)


