KI, Solar und Waldbrandprävention: Diese Kölner GreenTech-Projekte sind für Millionenförderung empfohlen
Drei Kölner Unternehmen und ein Projekt mit Beteiligung der TH Köln haben in der sechsten Runde von „Grüne Gründungen.NRW“ ein positives Votum erhalten. Insgesamt stehen rund 13,6 Millionen Euro bereit, die einzelnen Fördersummen sind aber noch nicht veröffentlicht.

26 grüne Innovationsprojekte aus Nordrhein-Westfalen haben in der sechsten Runde von „Grüne Gründungen.NRW“ ein positives Votum erhalten. Land und EU stellen dafür insgesamt rund 13,6 Millionen Euro bereit. Aus Köln sind drei Unternehmen direkt vertreten: die ChemInnovation GmbH mit ihrer Plattform NXT Spectra, die Anymate Me GmbH und die Perolink GmbH. Hinzu kommt das Projekt FireWaive des Aachener Start-ups FloodWaive, bei dem die TH Köln als Verbundpartnerin beteiligt ist.
Für die Kölner Gründungsszene ist die Auswahl interessant, weil die Projekte sehr unterschiedliche Märkte adressieren. NXT Spectra will chemische Analysen mit KI beschleunigen. Anymate Me arbeitet an energieeffizienterer Video-KI, die stärker auf lokaler Hardware laufen kann. Perolink entwickelt nachhaltiger hergestellte Ausgangsstoffe für Perowskit-Solarzellen und LEDs. FireWaive soll mithilfe von KI die Ausbreitung von Vegetations- und Waldbränden prognostizieren.
Allerdings ist eine redaktionell wichtige Einschränkung nötig: Die 26 Vorhaben haben bislang eine Förderempfehlung, noch keine endgültige Förderzusage. Die Innovationsförderagentur NRW weist ausdrücklich darauf hin, dass das positive Votum zunächst zur Antragstellung berechtigt. Wie viel Geld die einzelnen Kölner Projekte tatsächlich erhalten werden, ist öffentlich derzeit nicht aufgeschlüsselt.
13,6 Millionen Euro für 26 Projekte, aber noch keine individuellen Fördersummen
Die sechste Einreichungsrunde lief vom 20. November 2025 bis zum 31. März 2026. Nach Angaben der Innovationsförderagentur NRW wurden 83 Projektskizzen von 94 Förderinteressierten eingereicht. 26 Vorhaben erhielten anschließend ein positives Votum des unabhängigen Begutachtungsausschusses.
Ursprünglich waren für die Runde rund zehn Millionen Euro vorgesehen. Nach der Auswahl wurde das Volumen auf rund 13,6 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln erhöht. Das Programm unterstützt junge Unternehmen der Umweltwirtschaft bei der Entwicklung und Erprobung marktnaher Prototypen. Für die sechste Runde waren bis zu 600.000 Euro Förderung pro Vorhaben möglich.
Eine Aufteilung der 13,6 Millionen Euro auf NXT Spectra, Anymate Me, Perolink und FireWaive wurde bisher nicht veröffentlicht. Aus der Gesamtsumme lässt sich die individuelle Förderung auch nicht seriös ableiten, weil die beantragten Projektvolumina und Förderquoten unterschiedlich sein können.
Die Projekte mit Köln-Bezug im Überblick
| Projekt | Unternehmen / Partner | Köln-Bezug | Worum geht es? | Marktreife des Unternehmens |
|---|---|---|---|---|
| AI4Risk | ChemInnovation GmbH / NXT Spectra | Unternehmen in Köln | KI-gestützte Risikobewertung chemischer Proben | Bestehende Software ist bereits am Markt |
| AutoQuant-NRW | Anymate Me GmbH | Unternehmen in Köln | Effizientere Video-KI auf lokaler Standardhardware | B2B-Software wird bereits kommerziell angeboten |
| ENERGREEN | Perolink GmbH | Unternehmen auf dem BioCampus Cologne | Nachhaltiger hergestellte Perowskit-Präkursoren | Materialien werden bereits über einen B2B-Shop angeboten |
| FireWaive | FloodWaive Predictive Intelligence GmbH + TH Köln | TH Köln ist Verbundpartnerin; FloodWaive sitzt in Aachen | KI-gestützte Prognose der Ausbreitung von Vegetationsbränden | FireWaive ist ein Entwicklungsprojekt; FloodWaive hat bereits andere Produkte im Markt |
NXT Spectra: KI soll chemische Proben schneller entschlüsseln
Hinter dem Projekt AI4Risk steht die ChemInnovation GmbH aus Köln. Das Unternehmen tritt mit seiner Analyseplattform unter der Produktmarke NXT Spectra auf. Die juristische Gesellschaft heißt weiterhin ChemInnovation GmbH und hat ihren Sitz in Köln.
NXT Spectra beschäftigt sich mit einem Problem aus der chemischen Analytik: Bei der Gaschromatographie mit Massenspektrometrie, kurz GC-MS, entstehen komplexe Spektrendaten. Gerade die Identifikation unbekannter Stoffe kann viel manuelle Auswertung erfordern. Die Software von NXT Spectra nutzt Machine Learning, um solche Daten automatisierter auszuwerten und die Strukturaufklärung unbekannter Verbindungen zu unterstützen.
Das geförderte Vorhaben AI4Risk geht einen Schritt weiter. Entwickelt werden soll eine Assistenzsoftware, die die Risikobewertung unbekannter chemischer Stoffe in Umweltproben, Lebensmitteln oder industriellen Anwendungen teilweise automatisiert. Nach Darstellung der Förderagentur sollen Analysezeiten dadurch auf wenige Minuten verkürzt werden können.
Wie groß ist das Team?
Nach einer aktuellen Darstellung des Hochschul-Start-up-Centers REACH ist das Team auf sechs Personen gewachsen. Die Unternehmensseite nennt unter anderem Funktionen in Geschäftsführung, Technologie, Vertrieb und Marketing sowie Softwareentwicklung.
Was ist das Geschäftsmodell?
NXT Spectra richtet sich an professionelle Labore und Unternehmen, die GC-MS-Daten auswerten. Auf der Produktseite führt das Unternehmen Interessenten über Beratung, Live-Demo und eine mehrwöchige Testphase zu einer auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnittenen Lösung. Damit handelt es sich um ein B2B-Softwaremodell für chemische Analytik.
Wann entsteht Umsatz?
Bei NXT Spectra ist diese Frage teilweise bereits beantwortet: REACH berichtete 2026, die Software sei seit rund einem Jahr am Markt und erziele wiederkehrende Verkäufe an eine definierte Kundengruppe. Konkrete Umsatzzahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht. Auch ist nicht öffentlich bekannt, wann beziehungsweise in welchem Umfang das neue AI4Risk-Modul zusätzliche Erlöse erzielen soll.
Wie viel Förderung bekommt NXT Spectra?
Eine individuelle Summe für AI4Risk wurde bislang nicht veröffentlicht. Für die sechste Runde von „Grüne Gründungen.NRW“ waren grundsätzlich bis zu 600.000 Euro pro Vorhaben möglich. Aktuell liegt für AI4Risk eine Förderempfehlung vor, keine öffentlich dokumentierte endgültige Bewilligung.
Website: https://nxt-spectra.de/
Anymate Me: Video-KI soll weniger Rechenleistung benötigen
Das zweite direkt aus Köln ausgewählte Unternehmen ist die Anymate Me GmbH. Das 2023 gegründete Unternehmen entwickelt Software, mit der Firmen vorhandenes Wissen aus Präsentationen, Dokumenten und anderen Materialien in KI-generierte Videos umwandeln können. Einsatzfelder sind unter anderem Schulungen, Onboarding, Compliance, interne Kommunikation und Sales Enablement.
Mit dem Förderprojekt AutoQuant-NRW adressiert Anymate Me nicht in erster Linie neue Videoformate, sondern die technische Infrastruktur hinter KI-Anwendungen. Leistungsfähige Video-KI benötigt häufig erhebliche Rechenressourcen und wird deshalb über große Cloud-Systeme betrieben. AutoQuant-NRW soll KI-Modelle automatisiert verkleinern und optimieren.
Das Ziel: Auch komplexere Videoanalysen sollen in Echtzeit auf handelsüblicher Hardware beziehungsweise firmeneigenen Servern laufen können. Die Innovationsförderagentur NRW nennt als mögliches Potenzial eine Senkung von Energieverbrauch und Kosten um bis zu 60 Prozent. Zugleich könnten Unternehmen sensible Daten lokal verarbeiten und ihre Abhängigkeit von externen Cloud-Infrastrukturen reduzieren. Die genannte Einsparung ist als Projektziel beziehungsweise Potenzial zu verstehen, nicht als bereits unabhängig nachgewiesener Effekt des fertigen Produkts.
Wie groß ist das Team?
Anymate Me bezeichnet sich auf LinkedIn als Unternehmen mit zwei bis zehn Beschäftigten. Zum Abrufzeitpunkt waren dort neun mit dem Unternehmen verknüpfte Profile gelistet. Das ist ein nützlicher Größenindikator, aber keine geprüfte Personalzahl.
Was ist das Geschäftsmodell?
Das Geschäftsmodell ist bereits klar erkennbar. Anymate Me bietet seine KI-Videoplattform B2B an. In einer Unternehmensdarstellung bei OOTB.NRW beschreibt das Start-up ein flexibles SaaS-Modell mit Abonnements und Pay-as-you-go-Optionen. Auch die aktuelle Website enthält eine Preis- und Tarifstruktur mit Einstiegs- und Unternehmensangeboten.
Das Unternehmen verkauft also nicht nur Projektentwicklung, sondern wiederkehrenden Zugang zu einer Softwareplattform. AutoQuant-NRW könnte dabei perspektivisch die technische Kostenbasis und Einsatzmöglichkeiten der KI-Infrastruktur verändern.
Wann entsteht Umsatz?
Anymate Me verfügt bereits über ein kommerzielles SaaS-Angebot. Ob und in welcher Höhe damit aktuell Umsatz erzielt wird, ist öffentlich nicht ausgewiesen. Für AutoQuant-NRW selbst wurde ebenfalls kein Zeitpunkt genannt, ab dem die neue Technologie zusätzliche Umsätze generieren soll.
Wie viel Förderung bekommt Anymate Me?
Auch für AutoQuant-NRW ist keine individuelle Fördersumme veröffentlicht. Öffentlich bekannt ist nur der Rahmen von bis zu 600.000 Euro pro Vorhaben in dieser Wettbewerbsrunde sowie die Förderempfehlung für das Projekt.
Website: https://anymateme.com/
Perolink: Kölner Spezialchemie für die nächste Generation von Solarzellen
Das dritte Kölner Unternehmen in der Auswahl ist die Perolink GmbH. Das 2025 gegründete Unternehmen sitzt auf dem BioCampus Cologne und entwickelt sowie produziert Materialien für Anwendungen rund um Perowskit-Technologien.
Perowskite gelten als interessante Materialklasse für Dünnschicht-Solarzellen, LEDs und weitere optoelektronische Anwendungen. Damit solche Technologien industriell funktionieren, werden hochreine chemische Ausgangsstoffe benötigt. Genau hier setzt Perolink an.
Im Projekt ENERGREEN soll ein nachhaltigeres Verfahren zur Herstellung hochreiner Perowskit-Präkursoren entwickelt werden. Nach Angaben der Förderagentur kommt das geplante Verfahren ohne besonders aggressive Chemikalien aus und arbeitet bei Raumtemperatur. Dadurch sollen Energieverbrauch und Umweltbelastung gegenüber konventionellen Verfahren sinken.
Perolink selbst gibt für seinen patentierten Herstellungsprozess eine mögliche Verringerung der Umweltwirkungen um bis zu 87 Prozent auf Basis einer Lebenszyklusbetrachtung an. Diese Zahl stammt aus der Unternehmenskommunikation und sollte entsprechend als Herstellerangabe eingeordnet werden.
Wie groß ist das Team?
Eine belastbare exakte Beschäftigtenzahl veröffentlicht Perolink derzeit nicht. LinkedIn ordnet das Unternehmen in die Größenklasse zwei bis zehn Beschäftigte ein. Eine präzisere Zahl lässt sich aus öffentlich zugänglichen Quellen derzeit nicht seriös bestimmen.
Was ist das Geschäftsmodell?
Perolink verdient perspektivisch an einem klassischen B2B-Modell für Spezialchemie und Materialentwicklung. Das Unternehmen bietet hochreine Ausgangsstoffe für Perowskit-Anwendungen über einen eigenen Webshop an. Ergänzend nennt Perolink analytische Dienstleistungen, Prozessentwicklung, Formulierung von Tinten und Recycling als Tätigkeitsfelder.
Der Shop richtet sich laut Geschäftsbedingungen ausschließlich an Unternehmer beziehungsweise Geschäftskunden. Damit kombiniert Perolink den Verkauf standardisierter Spezialmaterialien mit Entwicklungs- und Serviceleistungen für Forschung und Industrie.
Wann entsteht Umsatz?
Bei Perolink ist der Markteintritt bereits sichtbar: Mehrere Materialien werden aktuell mit Preisen und Verfügbarkeitsstatus im eigenen B2B-Webshop angeboten. Daraus lässt sich ableiten, dass das Unternehmen bereits auf kommerzielle Verkäufe ausgerichtet ist. Ob tatsächlich bereits nennenswerte Umsätze erzielt werden und in welcher Größenordnung, ist öffentlich nicht bekannt.
Auch für das konkrete ENERGREEN-Projekt wurde kein Termin veröffentlicht, ab dem daraus neue Umsätze entstehen sollen. Nach einer aktuellen Darstellung des BioCampus Cologne arbeitet Perolink daran, von ersten Produkten am Markt in Richtung industrieller Skalierung zu wachsen.
Wie viel Förderung bekommt Perolink?
Die konkrete Fördersumme für ENERGREEN wurde ebenfalls nicht veröffentlicht. Das Projekt hat eine Förderempfehlung erhalten; der Förderrahmen der Runde lag bei maximal 600.000 Euro pro Vorhaben.
Website: https://www.perolink.com/
FireWaive: Kölner Forschungsbeteiligung an KI gegen Waldbrände
FireWaive sollte nicht als Kölner Start-up bezeichnet werden. Konsortialführer ist die FloodWaive Predictive Intelligence GmbH aus Aachen. Der Köln-Bezug entsteht durch das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der TH Köln, das als Verbundpartner am Projekt beteiligt ist.
Das Vorhaben soll ein KI-gestütztes System entwickeln, das die kurzfristige Ausbreitung von Vegetations- und Waldbränden berechnet. Dafür sollen unter anderem Wetter-, Gelände- und frei verfügbare Umweltdaten zusammengeführt werden. Ziel ist es, Einsatzkräften mögliche Ausbreitungsrichtungen und Zeitfenster schneller sichtbar zu machen.
FloodWaive kommt ursprünglich aus einem verwandten Feld. Das Unternehmen entwickelt KI-gestützte Hochwasserprognosen und Risikoanalysen. Seine Technologie verbindet physikalische beziehungsweise hydrodynamische Modelle mit KI, um aufwendige Simulationen stark zu beschleunigen. FireWaive überträgt einen ähnlichen Grundgedanken auf Vegetationsbrände.
Nach Angaben von FloodWaive soll das Forschungsprojekt gemeinsam mit der TH Köln weiterentwickelt und mit Akteuren aus dem Katastrophenschutz erprobt werden.
Wie groß ist das Team?
FloodWaive ordnet sich auf LinkedIn in die Größenklasse 11 bis 50 Beschäftigte ein. Zum Abrufzeitpunkt waren dort 21 mit dem Unternehmen verknüpfte Profile sichtbar. Auch hier handelt es sich nicht um eine geprüfte Personalstatistik.
Für das beteiligte Team der TH Köln lässt sich aus den öffentlich verfügbaren Projektinformationen keine sinnvolle separate Mitarbeiterzahl ableiten.
Was ist das Geschäftsmodell?
Das bestehende Geschäft von FloodWaive richtet sich an öffentliche Stellen, Infrastrukturbetreiber, Versicherungen und weitere Organisationen, die Hochwasser- und Starkregenrisiken analysieren oder prognostizieren müssen. Das Unternehmen bietet dafür Software- und Analyselösungen an.
FireWaive ist dagegen zunächst ein Entwicklungsprojekt. Ein konkretes Preismodell oder eine kommerzielle Markteinführung für die Waldbrandlösung wurde bisher nicht veröffentlicht.
Wann entsteht Umsatz?
FloodWaive hat mit seinen Hochwasserprodukten bereits Lösungen im operativen Einsatz. Für FireWaive selbst gibt es bislang keinen öffentlich genannten Zeitpunkt für Marktstart oder Umsatz. Gerade deshalb ist die Beteiligung der TH Köln in dieser Phase relevant: Gefördert werden soll die Entwicklung und Erprobung eines Prototyps, nicht bereits dessen flächendeckende Vermarktung.
Wie viel Förderung bekommt FireWaive?
Auch bei FireWaive ist die individuelle Fördersumme nicht veröffentlicht. Da es sich um ein Verbundprojekt mit der TH Köln handelt, wäre zudem eine bloße Zuordnung einer möglichen Gesamtsumme zum Unternehmen irreführend. Öffentlich bestätigt ist bislang die Förderempfehlung.
Website FloodWaive: https://www.floodwaive.de/
Was die Förderrunde über Kölns GreenTech-Szene zeigt
Die vier Vorhaben mit Köln-Bezug eint weniger eine einzelne Branche als die Verbindung von Technologie mit konkreten Umwelt- oder Ressourcenthemen.
NXT Spectra setzt KI in der chemischen Analytik ein. Anymate Me will den Energiebedarf rechenintensiver Video-KI reduzieren. Perolink verbindet Spezialchemie mit neuen Solar- und Elektronikmaterialien. Bei FireWaive kommt die Kölner Kompetenz aus dem Rettungsingenieurwesen und Katastrophenschutz hinzu.
Auffällig ist auch, dass die Unternehmen nicht ausschließlich von einer künftigen Förderphase leben. NXT Spectra berichtet bereits von wiederkehrenden Verkäufen. Anymate Me hat ein kommerzielles SaaS-Modell. Perolink bietet Materialien über einen eigenen B2B-Shop an. FloodWaive vermarktet bereits Lösungen für Hochwasserprognosen und Risikoanalysen. Die geförderten Projekte sollen bei diesen Unternehmen also überwiegend auf bereits vorhandenen Technologien und Geschäftsmodellen aufsetzen beziehungsweise diese in neue Anwendungsfelder führen.
Genau darin liegt für die wirtschaftliche Einordnung die interessantere Geschichte hinter der Fördernachricht: Entscheidend wird nicht nur sein, wie hoch die endgültigen Zuschüsse ausfallen, sondern ob die Projekte anschließend Produkte hervorbringen, für die Unternehmen, Labore, Behörden oder andere professionelle Anwender tatsächlich bezahlen.
Fünf Fragen, die nach der Förderempfehlung noch offen sind
Für eine weitere redaktionelle Begleitung der Unternehmen sind vor allem fünf Punkte interessant:
- Wie hoch ist die tatsächlich bewilligte Fördersumme für das jeweilige Projekt?
- Wie hoch ist der Eigenanteil des Unternehmens und welches Gesamtbudget hat das Vorhaben?
- Wie viele Vollzeitäquivalente beschäftigt das Unternehmen aktuell tatsächlich?
- Welche zahlenden Kunden gibt es bereits und welcher Anteil des Geschäfts ist wiederkehrender Umsatz?
- Welcher konkrete Meilenstein entscheidet darüber, wann AI4Risk, AutoQuant-NRW, ENERGREEN beziehungsweise FireWaive als eigenständiges Produkt Umsatz erzielen können?
Diese Fragen lassen sich aus den derzeit veröffentlichten Förder- und Unternehmensinformationen nicht vollständig beantworten. Sie wären deshalb die naheliegenden Punkte für direkte Gespräche mit den Gründerteams, sobald die endgültigen Förderbescheide vorliegen.
Recherche der Redaktion auf Basis öffentlicher Förder- und Unternehmensangaben. Stand: 2. September 2026. Die Projekte haben eine Förderempfehlung, noch keine endgültige Zusage.
Quellen und Belege
- 1. Innovationsförderagentur NRW, „Grüne Gründungen.NRW: Die Ergebnisse der sechsten Einreichungsrunde stehen fest“, 6. August 2026, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (in.nrw)
- 2. Effizienz-Agentur NRW / Quelle: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, „Grüne Gründungen.NRW: 13,6 Millionen Euro Förderung für grüne Start-ups durch das Land Nordrhein-Westfalen und die EU“, 20. August 2026, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (efa.nrw)
- 3. NRW.Energy4Climate, „Förderwettbewerb ‚Grüne Gründungen.NRW‘: Einreichungen bis März möglich“, 19. Januar 2026, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (energy4climate.nrw)
- 4. Innovationsförderagentur NRW, Informationsunterlage „Grüne Gründungen.NRW“, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (in.nrw)
- 5. Impact.Cologne, Meldung „Förderung für grüne Gründungen in NRW“, 27. August 2026, abgerufen am 2. September 2026: https://impact.cologne/ ### ChemInnovation GmbH / NXT Spectra / AI4Risk
- 6. NXT Spectra, Impressum, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (nxt-spectra.de)
- 7. NXT Spectra, „A New Name for the NXT Phase: Introducing NXT Spectra“, 11. März 2026, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (nxt-spectra.de)
- 8. NXT Spectra, Produktseite, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (nxt-spectra.de)
- 9. NXT Spectra, Teamseite, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (nxt-spectra.de)
- 10. REACH – EUREGIO Start-up Center, Startup-Spotlight zu NXT Spectra mit Angaben zu Teamgröße, Markteintritt und wiederkehrenden Verkäufen, abgerufen am 2. September 2026: https://de.linkedin.com/company/reach-euregio-start-up-center ### Anymate Me GmbH / AutoQuant-NRW
- 11. Anymate Me GmbH, Unternehmenswebsite und Preismodell, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (anymateme.com)
- 12. Anymate Me, LinkedIn-Unternehmensprofil, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (linkedin.com)
- 13. OOTB.NRW, Unternehmensprofil „Anymate Me GmbH“, mit Angaben zum B2B-SaaS-Geschäftsmodell, abgerufen am 2. September 2026: https://www.outofthebox.nrw/startup/anymate-me-gmbh/ ### Perolink GmbH / ENERGREEN
- 14. Perolink GmbH, Unternehmenswebsite, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (perolink.com)
- 15. Perolink GmbH, „About us“, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (perolink.com)
- 16. Perolink GmbH, Impressum, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (perolink.com)
- 17. Perolink GmbH, B2B-Webshop, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (webshop.perolink.com)
- 18. Perolink GmbH, LinkedIn-Unternehmensprofil, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (de.linkedin.com)
- 19. BioCampus Cologne, Unternehmensübersicht mit Perolink GmbH am Kölner Standort, abgerufen am 2. September 2026: https://www.biocampuscologne.com/bcc/unternehmen ### FloodWaive / FireWaive / TH Köln
- 20. FloodWaive, Unternehmenswebsite, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (floodwaive.de)
- 21. FloodWaive, LinkedIn-Unternehmensprofil, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (linkedin.com)
- 22. FloodWaive, Projektbeitrag zu FireWaive und der Zusammenarbeit mit der TH Köln, abgerufen am 2. September 2026 (öffnet in neuem Tab) (de.linkedin.com)
